Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche erkundet den Raum
der Wünsche – nicht nur für die letzten Momente, sondern für all das,
was man vor dem Sterben noch erleben möchte. Alles ist möglich, auch das
Unmögliche. Die Künstlerin Ingeborg Lüscher befragte hundertfünfzig
Menschen, deren Antworten anonymisiert in diesem Buch zu finden sind.
Schwarz-Weiss-Fotografien der Künstlerin, die man vermutlich zuerst für
Sterne am Nachthimmel hält, sich beim näheren Hinsehen aber als Flechten
auf grossen dunklen Steinen zeigen, sind rhythmisch zwischen die Texte
gestreut.
Ingeborg Lüscher (*1936) ist eine deutschschweizerische Künstlerin.
In den 70er und 80er-Jahren wurden ihre fotografischen Arbeiten und
Menschenbilder abseits des künstlerischen Mainstreams immer ephemerer
und spiritueller. Ihre Werke thematisieren grundlegende Themen wie
Feminismus, Leben und Tod, Licht und Dunkelheit und umfassen eine grosse
künstlerische und mediale Bandbreite. 1992 bekam Lüscher ihre zweite
Einladung zur documenta in Kassel, wo sie einen Teil ihrer
Schwefelarbeiten präsentierte. 2011 erhielte sie den Prix Meret
Oppenheim des Schweizer Bundesamtes für Kultur, die höchste
künstlerische Auszeichnung der Schweiz. 2025 gewann Lüscher den Hans
Platschek Preis.